Checkliste: MES- und ERP-Integration für AGV-Projekte

Die Integration von MES- und ERP-Systemen mit Fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) steigert Effizienz, senkt Kosten und optimiert Prozesse in der Intralogistik. Unternehmen profitieren durch Echtzeit-Datenflüsse, präzisere Steuerung und automatisierte Materialflüsse. Beispiele zeigen Einsparungen bei Lagerhaltungskosten (15 %) und eine Effizienzsteigerung der Gesamtanlageneffektivität (33 %).

Wichtige Schritte:

Fazit: Eine strukturierte Herangehensweise und die Einhaltung deutscher Standards (z. B. DIN, DSGVO) sichern langfristigen Erfolg und Wettbewerbsvorteile.

AGV-Leitsystem in SAP | FlexGuide Transportleitsystem bei KNOLL Maschinenbau im Einsatz

SAP

Grundlegende Anforderungen für die MES/ERP-Integration mit AGV-Systemen

Die Integration von MES- und ERP-Systemen mit Fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) ist ein komplexer Prozess, der sorgfältige Planung und klare Strukturen erfordert. Um sicherzustellen, dass alles reibungslos funktioniert, müssen mehrere grundlegende Aspekte berücksichtigt werden. Diese bilden die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung und eine nahtlose Einbindung der Systeme.

Dokumentation von Betriebsabläufen und Prozessanforderungen

Bevor Unternehmen den Schritt zur Automatisierung wagen, ist es entscheidend, die bestehenden Transportprozesse genau zu analysieren. Nur durch eine klare Definition und Standardisierung der Abläufe lassen sich unnötige Probleme vermeiden. Oftmals müssen Prozesse überarbeitet werden, um sie für den Einsatz von AGVs geeignet zu machen.

Einige zentrale Fragen, die frühzeitig geklärt werden sollten:

Auch Details wie Palettentypen, Materialien sowie Be- und Entladeverfahren sollten dokumentiert und im Team kommuniziert werden. Eine transparente Dokumentation dieser Punkte legt den Grundstein für eine erfolgreiche Integration.

Anforderungen an den Datenaustausch definieren

Ein reibungsloser Datenaustausch in Echtzeit zwischen MES und ERP ist unverzichtbar, um Produktionsprozesse effizient mit anderen Geschäftsbereichen zu verbinden. Hierfür ist ein klar definiertes Daten-Mapping notwendig, das sicherstellt, dass Informationen präzise übertragen werden. Dabei geht es unter anderem um:

Durch die Synchronisation von Produktionsplänen, Lagerbeständen und Auftragsinformationen werden Prozesse effizienter gestaltet. Automatisierte Datenerfassungs- und Berichtsprozesse minimieren zudem manuelle Fehler und liefern zuverlässige Daten für Analysen und Entscheidungen.

Datenaustausch Beschreibung
Materialstammdaten Sorgt für einheitliche Stammdaten zwischen ERP und MES
Materialmerkmale Beschreibt spezifische Eigenschaften von Materialien
Alternative Maßeinheiten Ermöglicht flexible Materialmessungen
Pflicht- vs. optionale Angaben Unterscheidet essenzielle von optionalen Datenfeldern
Chargenstammdaten Gewährleistet Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung

Sobald die Datenflüsse klar definiert sind, sollte die IT-Infrastruktur auf ihre Kompatibilität geprüft werden.

Überprüfung der IT-Infrastruktur-Kompatibilität

Ein zentraler Aspekt der Integration ist die Fähigkeit, Daten aus Fertigungsanlagen zu sammeln, zu verarbeiten und zu standardisieren. Diese Daten müssen dann nahtlos in Systeme wie MES oder ERP eingebunden werden. Dabei ist es oft eine Herausforderung, moderne MES-Lösungen mit älteren IT-Infrastrukturen kompatibel zu machen.

Eine erfolgreiche Integration sollte zudem skalierbar sein, sodass zusätzliche AGV-Einheiten bei Bedarf problemlos hinzugefügt werden können. Gleichzeitig spielt die Sicherheit eine entscheidende Rolle: Systeme müssen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden, während eine niedrige Latenz für Echtzeitreaktionen und einen sicheren Betrieb der Flotte unerlässlich ist.

Im Juli 2025 hob MachineMetrics hervor, wie wichtig die Integration von Fertigungsanlagen mit Shop-Floor-Systemen ist. Echtzeitdatenerfassung und analytische Fähigkeiten helfen Unternehmen, ihre Fertigungsprozesse zu automatisieren und das Potenzial von MES- und ERP-Systemen voll auszuschöpfen. Unternehmen sollten ihre Prozesse sorgfältig analysieren, mögliche Konnektivitätsprobleme identifizieren und genau dokumentieren, welche Daten erfasst werden müssen. Eine leistungsfähige Plattform zur Maschinenkonnektivität kann dabei unterstützen, Daten in Echtzeit zu sammeln, zu standardisieren und auszuwerten.

Die Softwarelösungen von Emm! solutions ermöglichen es, AGVs nahtlos in betriebliche Prozesse zu integrieren, und erfüllen dabei die höchsten Industriestandards in Deutschland.

Systemarchitektur und Schnittstellendesign

Eine durchdachte Systemarchitektur ist das Fundament jeder erfolgreichen Integration von MES-, ERP- und AGV-Systemen. Ohne klar definierte Schnittstellen können Datenflüsse ins Stocken geraten, und die Automatisierung von Prozessen wird unnötig kompliziert. Mit der richtigen Architektur kommunizieren alle Systeme reibungslos miteinander und lassen sich flexibel an neue Anforderungen anpassen. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf die Architekturplanung, Schnittstellenspezifikationen und die Vorteile modularer Ansätze.

Planung der Integrationsarchitektur

Der ISA-95-Standard bietet eine bewährte Struktur für die Verbindung von MES, ERP und AGV-Systemen. Er teilt die Bereiche in Geschäftsplanung (ERP), Fertigungsoperationen (MES) und Steuerung (AGV) auf. Diese klare Trennung sorgt nicht nur für Rückverfolgbarkeit und Einhaltung von Vorschriften, sondern ermöglicht auch eine flexible Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen .

Die Architektur muss sowohl einen sicheren Datenaustausch in Echtzeit als auch Erweiterbarkeit gewährleisten . Dies ist besonders relevant für deutsche Unternehmen, die häufig mit wechselnden Marktanforderungen und strengen regulatorischen Vorgaben umgehen müssen.

Einrichtung von Schnittstellenspezifikationen

Nachdem die Architektur festgelegt ist, folgt die Definition präziser Schnittstellenspezifikationen. Um eine zuverlässige Kommunikation zwischen MES, ERP und AGV-Systemen zu gewährleisten, bieten sich offene Standards wie RESTful APIs, OPC UA oder MQTT an . Diese Protokolle ermöglichen eine reibungslose Datenübertragung und die effiziente Orchestrierung von Prozessen.

Wichtige Aspekte, die bei der Schnittstellendefinition dokumentiert werden sollten, umfassen Datenformate, Fehlerbehandlung, Authentifizierungsmechanismen und Leistungsanforderungen. Hier spielen Middleware-Lösungen eine zentrale Rolle, da sie ältere Legacy-Systeme mit modernen Plattformen verbinden können .

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein deutscher Automobilzulieferer kombinierte SAP ERP, Siemens MES und eine maßgeschneiderte AGV-Flotte mithilfe ISA-95-konformer Middleware. Das Ergebnis? Eine 20 % schnellere Materialhandhabung und verbesserte Einhaltung von Vorschriften .

Besonders wichtig ist die Wahl einer Middleware, die spezifische Anforderungen wie lokale Datums- und Zeitformate, Währungsangaben sowie metrische Einheiten berücksichtigt. Gleichzeitig sollten deutsche IT-Sicherheitsstandards eingehalten werden .

Modulare und skalierbare Lösungen verwenden

Ein modularer Ansatz ist entscheidend, um Integrationen zukunftssicher zu gestalten. Mit modularen Lösungen können einzelne Komponenten aktualisiert werden, ohne dass das gesamte System ausfällt. Gleichzeitig ermöglichen skalierbare Architekturen eine einfache Erweiterung. Eine API-gesteuerte Architektur erleichtert zudem die Implementierung neuer Funktionen .

Die Softwarelösungen von Emm! solutions bieten genau diese Flexibilität. Ihre intelligente Flottenkoordinationssoftware und anpassungsfähigen Fahrzeugdesigns ermöglichen eine nahtlose Integration von AGV-Systemen in bestehende MES- und ERP-Strukturen – und das unter Einhaltung höchster Industriestandards in Deutschland.

Schritt-für-Schritt-Checkliste für MES/ERP-AGV-Integration

Diese Checkliste führt Sie durch alle Phasen der Integration – von der Anforderungsanalyse bis zur erfolgreichen Implementierung.

Anforderungsanalyse durchführen

Der erste Schritt ist eine detaillierte Analyse des aktuellen Zustands. Hierbei sollten Sie klare Geschäftsziele und die gewünschten Ergebnisse Ihrer MES-Lösung festlegen. Eine gründliche Untersuchung vor der Implementierung sollte alle Produktionsbereiche abdecken und bestehende Abläufe dokumentieren.

Es ist wichtig, Mitarbeiter aus allen relevanten Bereichen von Anfang an einzubinden. Oscar Salcedo von Samtec, ein Kunde von Sepasoft, hebt hervor:

"The main thing for us was having that internal champion that would follow through on a day-to-day basis on making sure that the data was accurate, that the operators were using the system as they should and communicating any potential issues to us so we can resolve them. You gain mindshare, you gain trust from the lowest level on the floor, and that was a huge, huge benefit for us."

Praktische Schritte für die Anforderungsanalyse:

Mit diesen klaren Anforderungen können Sie die technischen Voraussetzungen für die Integration prüfen.

Systemkompatibilität prüfen

Nach der Anforderungsanalyse ist eine technische Bewertung der bestehenden Infrastruktur erforderlich. Analysieren Sie Ihre IT-Landschaft, um mögliche Einschränkungen zu erkennen . Überprüfen Sie unterstützte Technologien und klären Sie, ob Middleware benötigt wird.

Wichtige Aspekte der Kompatibilitätsprüfung:

Eine detaillierte Systemanalyse von ERP- und MES-Systemen hilft, deren Datenmodelle, Funktionen und Integrationsmöglichkeiten besser zu verstehen. So können Sie mögliche Probleme frühzeitig erkennen.

Schnittstellen und Protokolle einrichten

Basierend auf den Anforderungen richten Sie präzise Kommunikationsschnittstellen ein. Dabei ist es entscheidend, dass die Kommunikation zwischen den Systemen schnell, sicher und zuverlässig erfolgt.

Empfohlene Protokolle für verschiedene Ebenen:

Bevor die Daten verarbeitet werden, sollten alle Datenfelder präzise abgebildet sein. Ergänzend dazu sind Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung, Authentifizierung und rollenbasierte Zugriffskontrollen unerlässlich.

System testen und validieren

Vor der vollständigen Implementierung sind umfassende Tests unverzichtbar. Simulationen können dabei einzelne AGV-Missionen oder ganze Flottenoperationen prüfen.

Ein Beispiel: Bei ANT-gesteuerten Fahrzeugen werden Simulationen mit dem ANT-Server-Flottenmanager von BlueBotics durchgeführt. Die Karte Ihrer Anlage kann durch den Import einer CAD-Datei oder durch das Kartieren mit einem einzelnen Fahrzeug erstellt werden.

Wichtige Testphasen:

Mitarbeiter schulen und Support bereitstellen

Der Erfolg der Integration hängt stark von der Akzeptanz und dem Wissen der Mitarbeiter ab. Schulen Sie Bediener und IT-Personal gezielt, um die Systeme effizient nutzen zu können.

Schwerpunkte der Schulung:

In den ersten Wochen nach der Implementierung ist ein kontinuierlicher Support entscheidend. Ein interner Ansprechpartner, der die Datengenauigkeit überwacht, kann dabei eine zentrale Rolle spielen.

Die Lösungen von Emm! solutions bieten maßgeschneiderte AGV-Systeme und intelligente Flottenkoordinationssoftware, die speziell für eine reibungslose Integration nach deutschen Industriestandards entwickelt wurden.

Häufige Probleme und Lösungen bei der MES/ERP-AGV-Integration

Latenzprobleme können den sicheren und reibungslosen Betrieb von AGVs erheblich beeinträchtigen. Verzögerungen in der Kommunikation führen dazu, dass Fahrzeuge nicht schnell genug reagieren können. Eine Lösung, um solche Verzögerungen zu minimieren, ist der Einsatz von Edge Computing. Dabei werden Daten direkt vor Ort verarbeitet, anstatt sie vollständig über ein zentrales Netzwerk zu leiten. Um solche Herausforderungen zu meistern, sind gezielte Maßnahmen erforderlich:

Die Investition in moderne Netzwerkinfrastrukturen ist entscheidend, um Echtzeitreaktionen sicherzustellen und den Betrieb effizient zu gestalten.

Unternehmen wie Emm! solutions bieten maßgeschneiderte AGV-Lösungen sowie intelligente Flottenkoordinationssoftware. Diese Systeme sind speziell darauf ausgelegt, sich nahtlos in bestehende IT-Strukturen einzufügen und Integrationsprobleme zu minimieren.

Anpassung und Optimierung für AGV-Betrieb

MES/ERP-Funktionen für AGVs anpassen

Damit ein AGV-Projekt erfolgreich in den Betrieb integriert werden kann, müssen die MES-/ERP-Systeme gezielt auf die individuellen Anforderungen des Unternehmens abgestimmt werden.

Hierbei gibt es einige zentrale Bereiche, die angepasst werden sollten:

Ein klarer Plan mit definierten Zielen und KPIs ist entscheidend. Vor einem Upgrade sollten die zentralen Problemstellen identifiziert werden. Eine gründliche Analyse der bestehenden Produktionsprozesse hilft dabei, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungspotenziale zu erkennen.

Diese Anpassungen legen die Basis für einen reibungslosen Betrieb, der durch kontinuierliche Unterstützung weiter verbessert werden kann.

Laufende Unterstützung nach der Implementierung planen

Die Arbeit endet nicht mit der Anpassung der Systemfunktionen – der langfristige Erfolg hängt von einer kontinuierlichen Betreuung und Optimierung ab.

Ein wichtiger Schritt ist die Benutzerschulung und -akzeptanz. Alle Personen, die das MES-System nutzen oder unterstützen, sollten vor der Inbetriebnahme umfassend geschult werden. Ein schrittweiser Ansatz, beispielsweise mit einem MVP-Modell (Minimum Viable Product), erlaubt es, das System im Laufe der Zeit durch Updates und neue Funktionen zu erweitern.

Moderne Technologien wie Ferndiagnose und Echtzeitüberwachung spielen eine Schlüsselrolle bei der proaktiven Systemwartung. Anbieter wie Emm! solutions bieten spezialisierte Lösungen, die langfristige Optimierungen ermöglichen. Ihre Flottenkoordinationssoftware wird kontinuierlich an die sich wandelnden Betriebsanforderungen angepasst.

Zusätzlich sollten regelmäßige Systemaudits eingeplant werden, um die Leistung zu überprüfen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Dabei können Aspekte wie Durchsatzraten, Energieverbrauch, Wartungsintervalle und Benutzerfreundlichkeit analysiert werden. Eine strukturierte Herangehensweise an die kontinuierliche Verbesserung stellt sicher, dass das System mit den wachsenden Anforderungen des Unternehmens Schritt hält.

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Deutsche Standards und Lokalisierungsanforderungen

Deutsche Industrie- und Sicherheitsstandards befolgen

Die Integration von MES- und ERP-Systemen in den Betrieb fahrerloser Transportsysteme (AGVs) erfordert die Einhaltung spezifischer deutscher Industrie- und Sicherheitsstandards. Dazu zählen unter anderem die DIN-Normen und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Wichtige weitere Regelwerke sind:

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die seit dem 1. Juni 2015 gilt, regelt den sicheren Einsatz von Arbeitsmitteln und den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen. Ziel ist es, Unfälle zu verhindern und den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sicherzustellen. Sie schreibt regelmäßige Prüfungen der Sicherheitsfunktionen von AGVs vor, die auf fundierten Risikobeurteilungen basieren müssen. Zudem fordert die neue Maschinenverordnung, dass Zugriffe auf AGV-Systeme beschränkt und diese vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Verstöße, wie das Fehlen einer Gefährdungsbeurteilung, können empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.

Ein hilfreiches Werkzeug bei der Umsetzung dieser Vorgaben ist das IFA SISTEMA-Tool des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Dieses unterstützt Ingenieure bei der Implementierung und Bewertung der Sicherheit in AGV-Systemen.

Performance Levels (PL) nach ISO 13849-1:

Performance Level (PL) Wahrscheinlichkeit gefährlicher Ausfälle pro Stunde (PFHd)
a ≥10⁻⁵ und <10⁻⁴ (0,001% bis 0,01%)
b ≥3 × 10⁻⁶ und <10⁻⁵ (0,0003% bis 0,001%)
c ≥10⁻⁶ und <3 × 10⁻⁶ (0,0001% bis 0,0003%)
d ≥10⁻⁷ und <10⁻⁶ (0,00001% bis 0,0001%)
e ≥10⁻⁸ und <10⁻⁷ (0,000001% bis 0,00001%)

Diese Vorgaben bilden die Grundlage, um AGV-Systeme normgerecht und sicher zu betreiben.

Deutsche Lokalisierungsstandards verwenden

Neben den Sicherheitsstandards spielen auch Lokalisierungsanforderungen eine wichtige Rolle. Systemdokumentation, Schnittstellen und Datenformate sollten den deutschen Konventionen entsprechen. Das bedeutet konkret:

Die Benutzeroberflächen von MES- und ERP-Systemen müssen vollständig in deutscher Sprache verfügbar sein, um die Schulung und tägliche Nutzung für Mitarbeiter zu erleichtern. Zusätzlich ist es erforderlich, schriftliche Betriebsanweisungen, Sicherheitsdatenblätter, Wartungshandbücher und Betriebsanleitungen in klar verständlichem Deutsch bereitzustellen.

Für die Einhaltung der DSGVO müssen alle durch AGV-Systeme erfassten personenbezogenen Daten den deutschen Datenschutzbestimmungen entsprechen. Arbeitszeiten müssen gemäß den deutschen Arbeitszeitgesetzen dokumentiert und Wartungsintervalle sowie Prüffristen entsprechend geplant werden.

Die Berücksichtigung dieser industriellen und lokalen Standards ist entscheidend, um eine erfolgreiche Integration von MES- und ERP-Systemen in AGV-Projekte sicherzustellen.

Fazit: Erfolgsfaktoren für die MES-ERP-AGV-Integration

Die erfolgreiche Integration von MES- und ERP-Systemen in AGV-Projekte erfordert eine sorgfältige Planung, eine durchdachte Systemarchitektur und kontinuierliche Unterstützung. Unternehmen, die diese Aspekte berücksichtigen, können ihre Prozesse effizienter gestalten und erhebliche Vorteile erzielen.

Der erste Schritt für ein gelungenes Integrationsprojekt ist eine detaillierte Anforderungsanalyse. Dabei sollten alle Prozessanforderungen dokumentiert und klare Datenaustauschprotokolle festgelegt werden, bevor die technische Umsetzung beginnt. Ohne diese Vorarbeit riskieren Unternehmen teure Nachbesserungen und potenzielle Systemausfälle.

Eine modulare und skalierbare Systemarchitektur ist entscheidend, um zukünftige Erweiterungen ohne größere Eingriffe zu ermöglichen. Standardisierte Schnittstellen wie APIs oder OPC UA erleichtern die Kommunikation zwischen MES, ERP und AGV-Systemen und schaffen eine solide Grundlage für eine reibungslose Integration. Die Vorteile einer solchen Architektur zeigen sich deutlich in der Praxis, wo sie den Erfolg zahlreicher Projekte unterstützt.

Ebenso wichtig ist ein kontinuierlicher Support sowie die Qualifikation der Mitarbeiter. Gut geschulte Teams sind in der Lage, Probleme schnell zu erkennen und zu lösen, wodurch die Verfügbarkeit der Systeme maximiert wird. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen an veränderte Geschäftsanforderungen sorgen dafür, dass die Integration stets auf dem neuesten Stand bleibt. Diese kontinuierliche Betreuung wirkt sich positiv auf die Systemleistung aus und schlägt sich in messbaren Ergebnissen nieder.

Die Zahlen sprechen für sich: Unternehmen mit integrierten MES- und ERP-Systemen konnten Produktionskosten um bis zu 20 % senken und die Betriebseffizienz um 15 % steigern. Durch die Integration von AGV-Systemen lassen sich zudem Ausfallzeiten um bis zu 30 % reduzieren, während die Genauigkeit bei der Auftragsabwicklung um 25 % verbessert werden kann.

Für deutsche Unternehmen ist die Einhaltung lokaler Standards ein weiterer Schlüsselfaktor. Die Berücksichtigung von DIN-Normen, DSGVO-Anforderungen und spezifischen Lokalisierungsstandards ist nicht nur gesetzlich notwendig, sondern stärkt auch das Vertrauen in die Systeme.

Emm! solutions unterstützt Unternehmen mit maßgeschneiderten AGV-Lösungen und intelligenter Flottenkoordinationssoftware, um den Materialfluss zu optimieren und Produktionskosten zu senken. Der Fokus liegt auf Automatisierungslösungen, die sich nahtlos in bestehende MES- und ERP-Systeme integrieren lassen und gleichzeitig skalierbar sind.

Am Ende ist der Erfolg eine Frage der Details: Wer systematisch plant, Standards einhält und in die Qualifikation seiner Mitarbeiter investiert, schafft die Grundlage für eine zukunftssichere und effiziente Produktion – getragen von präziser Planung, durchdachter Architektur und konstantem Support.

FAQs

Welche Vorteile bringt die Integration von MES- und ERP-Systemen in AGV-Projekte für die Intralogistik?

Die Verbindung von MES- und ERP-Systemen in AGV-Projekten

Die Kombination von MES- (Manufacturing Execution System) und ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) in Projekten mit fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) eröffnet Unternehmen in der Intralogistik zahlreiche Möglichkeiten. Durch die Verknüpfung von Produktionsplanung und -steuerung entsteht ein durchgängiger Informationsfluss, der manuelle Eingriffe reduziert und Automatisierungspotenziale voll ausschöpft.

Diese Integration führt zu spürbarer Effizienzsteigerung: Materialflüsse werden präziser gesteuert, Produktionskosten sinken, und die Flexibilität steigt, um auf Änderungen in der Produktion schneller reagieren zu können. Zusätzlich sorgt der verbesserte Datenfluss für mehr Transparenz in den Abläufen, was Unternehmen langfristig wettbewerbsfähiger macht.

Tipp: Mit einer klugen Integration lassen sich Produktionsflächen optimal nutzen und der Materialfluss effizienter gestalten – ein entscheidender Schritt hin zu zukunftssicheren Automatisierungslösungen.

Wie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre IT-Infrastruktur für die Integration von MES- und ERP-Systemen mit AGVs geeignet ist?

Geeignete IT-Infrastruktur für die Integration von MES-, ERP-Systemen und AGVs

Damit die Integration von MES- und ERP-Systemen mit fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) reibungslos funktioniert, sollten Unternehmen auf standardisierte Schnittstellen und offene Kommunikationsprotokolle setzen. Diese sorgen für eine zuverlässige Datenübertragung und ermöglichen eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Systemen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Analyse der bestehenden IT-Infrastruktur. Falls erforderlich, sollten Unternehmen auf moderne, vernetzte Maschinen und aktuelle Steuerungssysteme umsteigen, um die Kommunikation zwischen den Systemen stabil und effizient zu gestalten. Hierbei können Cloud-basierte Lösungen eine wertvolle Unterstützung bieten, da sie Flexibilität und Skalierbarkeit ermöglichen – ein großer Vorteil für die oft dynamischen Produktionsumgebungen in Deutschland.

Eine gut durchdachte und abgestimmte IT-Infrastruktur schafft die Basis für eine erfolgreiche Systemintegration und verbessert gleichzeitig die Materialflüsse sowie die Produktionsprozesse.

Welche Standards und Sicherheitsanforderungen gelten in Deutschland für die Integration von AGV-Systemen?

Sicherheitsanforderungen für fahrerlose Transportsysteme in Deutschland

In Deutschland stützen sich die Sicherheitsanforderungen für fahrerlose Transportsysteme (AGV) auf internationale Normen wie die ISO 3691-4:2023, die wesentliche Sicherheitsaspekte regelt. Ergänzend dazu legt die VDI 2510 Blatt 2 spezifische Vorgaben für die Konzeption, das Design, die Installation und die Inbetriebnahme solcher Systeme fest.

Für einen sicheren Betrieb spielen Konzepte wie funktionale Sicherheit, Redundanz und Fail-Operational-Strategien eine zentrale Rolle. Unternehmen sind außerdem verpflichtet, die gesetzlichen Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) zu erfüllen. Die Einhaltung dieser Standards sorgt nicht nur für einen sicheren Betrieb, sondern stellt auch die gesetzliche Konformität sicher.

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